Bruchsal:

Kulturelle Veranstaltungen im September

 

Sonntag, 7. September 2008:

„Europäischer Tag der jüdischen Kultur“ findet in über 25 Ländern statt

Israelitischer Friedhof in Obergrombach ist ein bedeutendes Kulturdenkmal

Bruchsal (pa). In 25 Ländern gleichzeitig findet am Sonntag, dem 7. September, der „Europäische Tag der Jüdischen Kultur“ statt, der nach dem Wunsch seiner Organisatoren einen breiten Einblick in jüdische Kulturspuren bieten soll. Allein in Baden-Württemberg sind rund fünfzig israelitische Friedhöfe, ehemalige Synagogen, Museen und Einrichtungen begehbar und erlauben Eindrücke zum Umgang mit der Vergangenheit und Begegnungen mit der jüngeren deutschen Geschichte.

Im Landkreis Karlsruhe wird am Sonntagnachmittag, dem 7. September, in der Zeit von 13.30 bis 17.30 Uhr der jüdische Verbandsfriedhof auf dem Bruchsaler Eichelberg als ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region zugänglich sein. Zusätzlich finden um 14 und 15.30 Uhr geführte Rundgänge über diese Ruhestätte statt, die im Jahre 1632 gegründet wurde und über zwanzig Gemeinden als Begräbnisplatz diente. In mehreren Ausbaustufen erreichte sie schließlich die heutige Ausdehnung von rund zwei Hektar. Den schlimmsten Einschnitt erlebte der Friedhof während der NS-Diktatur, als die über 2000 Gräber geschändet und großenteils ihrer Grabsteine beraubt wurde. Heute ist nicht zuletzt durch die Bemühungen der Stadt Bruchsal wieder ein würdiger Zustand hergestellt. Dietmar Konanz, Vorsitzender des Heimatvereins Untergrombach und ausgewiesener Kenner der jüdischen Grablege auf dem Eichelberg, gibt in seinen beiden Führungen einen Überblick über die wichtigsten Etappen der Friedhofsgeschichte.

Mit dem Auto erfolgt die Anfahrt zum jüdischen Friedhof über die Zufahrtsstraße zur General-Dr.-Speidel-Kaserne auf dem Eichelberg, die zwischen Bruchsal und Untergrombach von der Bundesstraße 3 abzweigt. Hinweisschilder werden aufgestellt und markieren den Weg. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen am „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ in Baden-Württemberg und im Elsass können bei der Stadt Bruchsal, Abt. Kultur, Tel. 07251/79-380 oder per E-Mail bei Thomas.Adam@Bruchsal.de angefordert werden.

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Sonntag, 14. September 2008:

Tag des offenen Denkmals - "Vergangenheit aufgedeckt"

Am Tag des offenen Denkmals, dem 14. September 2008, dreht sich in Bruchsal und seinen Stadtteilen unter dem Motto "Vergangenheit aufgedeckt" alles um mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte. Zwischen 11.30 und 18 Uhr wird die vielfältige Stadthistorie durch Führungen, Besichtigungen und Vorträge umfassend beleuchtet. Die einzelnen Beiträge sind kostenfrei und terminlich so aufeinander abgestimmt, dass für Interessierte die Teilnahme an (fast) allen Veranstaltungen im Laufe des Tages möglich ist.

 

650 Jahre Geschichte: Der Bruchsaler Bergfried

14. September, 11.30 Uhr: Führung und Turmbesteigung mit Bertold Koehlen

Treffpunkt: Bergfried/Am Alten Schloss

Seit 650 Jahren dominiert der massive spätmittelalterliche Bergfried das Zentrum von Bruchsal. Seine Errichtung an der strategisch wichtigen Nordflanke der Stadt steht wahrscheinlich in engem Zusammenhang mit dem Wiederaufbau von Bruchsal nach lang andauernden militärischen Konflikten in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Führung unter Leitung von Bertold Koehlen beleuchtet insbesondere die Baugeschichte des Turmes als Teil der alten Bruchsaler Bischofsburg und wichtiges Element der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

 

Das mittelalterliche "Städtl" von Obergrombach

14. September, 13.30 Uhr: Führung mit Heinz Willy (Heimatverein Obergrombach)

Treffpunkt: Verwaltungsstelle, Rathausplatz 1

Das mittelalterliche "Städtl" von Obergrombach gehört zweifellos mit zu den sehenswertesten geschlossenen Altstädten im nordbadischen Raum. Die Führung lässt am Fuß der Marienburg aus dem 13. und 14. Jahrhundert die Geschichte dieser mit einer Stadtmauer befestigten Siedlung lebendig werden. Obergrombach führt seit dem 13. Jahrhundert die Bezeichnung "Stadt". Sein wehrhafter Ausbau fällt maßgeblich in die Zeit des Bischofs Gerhard von Ehrenberg, der auch den Bruchsaler Bergfried hat errichten lassen.

 

Das mittelalterliche Firstsäulenständerhaus in Untergrombach

14. September, 14-17 Uhr geöffnet, 45-minütige Führungen mit Dietmar Konanz (Heimatverein Untergrombach) um 14.30 und 16 Uhr

Treffpunkt: Heimatmuseum Untergrombach, Obergrombacher Straße 32

Das zweigeschossige, nach 1428 errichtete Firstsäulenständerhaus in Untergrombach ist ein herausragendes Kulturdenkmal, das im Hausbau eine Sonderstellung einnimmt. Heute beherbergt es das Museum des Heimatvereins Untergrombach. In der Entstehung dieses ältesten Fachwerkhauses in Kraichgau und Bruhrain spiegeln sich sowohl Technik- wie auch Sozialgeschichte des ausgehenden Mittelalters wider. Zahlreiche architektonische Besonderheiten stehen im Mittelpunkt der Führungen.

 

Blicke hinter verschlossene Türen: Historisches Heidelsheim

14. September, 16 Uhr: Führung mit Marliese und Peter Schwedes

Treffpunkt: Beim Brunnen auf dem Heidelsheimer Marktplatz

In Heidelsheim gibt es mit dem Katzen- und Diebsturm, Kuhhirtenhaus, Stadttor und der spätmittelalterlichen Martinskapelle schon "oberirdisch" allerhand zu entdecken. An diesem Tag öffnen sich darüber hinaus noch weitere verschlossene Türen und führen im wahrsten Sinn des Wortes hinunter in den "Untergrund" des historischen Stadtkerns: So gibt es einen geheimnisvollen zugemauerten Gang im so genannten Paravicini-Haus zu sehen, das einst der Heidelsheimer Bürgermeister bewohnte, außerdem einen gemauerten Grundwasserbrunnen im Originalzustand.

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Samstag, 20. September 2008:

 

Exkursion mit Wanderung zu mittelalterlichen Burgruinen im Wasgau

Leitung: Dr. Stefan Woltersdorff

Treffpunkt: 8 Uhr, Busbahnhof Bruchsal am Bahnhof (Rückkehr ca. 19 Uhr)

Gebühr: 43 € (einschl. Busfahrt, Eintritte und Führungen)

Veranstalter: Volkshochschule Bruchsal in Zusammenarbeit mit der PAMINA-VHS

Informationen und Anmeldungen bei der VHS Bruchsal, Am Alten Schloss 2, 76646 Bruchsal, Tel. 07251/79-304, E-Mail: vhs@bruchsal.de, Internet: www.vhs-bruchsal.de

Der sagenumwobene Wasgau - das Grenzland zwischen Nordelsass und Südpfalz - weist zahlreiche romantische Burgruinen auf. Am Vormittag besichtigen Sie die einzigartige Felsenburg Fleckenstein. Nach einer kurzen Mittagspause (kleine Gerichte im Forsthaus oder Selbstversorgung auf dem Picknick-Gelände) wandern Sie an eindrucksvollen Felsformationen vorbei zum legendenumwobenen "Maidebrunnen". Von dort machen Sie einen Abstecher in die Pfalz zur Wegelnburg. Zurück im Elsass besichtigen Sie die eindrucksvolle Hohenburg und die benachbarte Burg Loewenstein. Bei verschiedenen Zwischenstopps erfahren Sie allerhand über die Geschichte dieser Burgen, über Quellen- und Waldgeister, schwarze Reiter, weiße Frauen und andere Schlossgespenster. Kostproben literarischer Texte aus der Barockzeit bis ins 20. Jahrhundert runden das Erlebnis ab.

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Sonntag, 28. September:

 

Türmerführungen im Heidelsheimer Katzenturm

14 Uhr

Treffpunkt: Beim Brunnen auf dem Heidelsheimer Marktplatz

Gebühr: 3 € pro Person

Anmeldungen bei Türmer Peter Schwedes, Tel. 07251/5404 sowie beim Tourist-Center Bruchsal (BTMV), Am Alten Schloss 2, 76646 Bruchsal, Tel. 07251/50594-61, E-Mail: touristcenter@btmv.de

Internet: www.bruchsal-erleben.de

Im Bruchsaler Stadtteil Heidelsheim gibt es Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlage zu besichtigen. Dazu gehört auch der so genannte Katzenturm, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen interessant ist. Hier in seiner "Wohnung" in 25 Metern Höhe empfängt der Türmer der freien Reichsstadt Heydolfesheim seine Besucher und lässt Geschichte lebendig werden. Er erläutert, wozu Ochsenziemer, Stock, Halsgeige oder Stoffeimer einst verwendet wurden, welche Aufgaben der Turmwächter hatte, wozu die unterirdischen Gänge dienten und wie die Heidelsheimer im Mittelalter lebten.

 

 

Service und Information

Informationen zu sämtlichen Veranstaltungen bei folgender Adresse:

Stadt Bruchsal, Hauptamt, Abt. III (Kultur und Veranstaltungen)

Kaiserstraße 66, 76646 Bruchsal

Tel. 07251/79-380, -183 und -103

Fax 07251/79-11-380

E-Mail: Thomas.Adam@Bruchsal.de

 

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