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Entstehung des Jugendhauses Bruchsal. Das Heidelsheimer Jugendhaus nimmt Gestalt an. Und wenn es nach den Vorstellungen von Ortsvorsteher Valentin Gölz und der Vorsitzenden des Trägervereins, Ulrike Fettig-Durst, geht, soll es noch in diesem Jahr der Dorfjugend zur Verfügung stehen. Wie die Arbeiten allerdings voran gehen, hängt von der Unterstützung ab, die das Projekt erfährt. Mittlerweile sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen, der Innenausbau ist angelaufen. Die ehemalige Scheune im Erdgeschoss soll als Spiel- und Sporttreff eine Art Auffangbereich werden, wobei der Eingang auf die Rückseite des Gebäudes, kommt. Im kleineren Raum nebenan ist eine Werkstatt geplant, wo Jugendliche ihre Fahrräder reparieren können. Der Hauptzugang zum Jugendhaus erfolgt über eine Aussentreppe ins erste Obergeschoss. Hier soll der eigentliche Jugendtreff laufen, für den bereits ein Sozialarbeiter mit einer halben Stelle angeheuert wurde. Sein Büro wird mit einem Raum für PC mit Internetzugang kombiniert, im Foyer ist Platz für Kreativangebote. Eine kleine Treppe führt von hier in einen größeren Raum der als Begegnungscafe mit Bistrocharakter gedacht ist. Unter dem komplett erneuerten Dach schafft sich der Heidelsheimer Schützenverein 90 ein neues Domizil. Der junge Verein; der für seine rund 100 Mitglieder bislang über keine eigene Begegnungsstätte verfügt; legt bei der Generalsanierung des ehemaligen Mayer-Hauses bereits kräftig mit Hand an. Auch Gruppen junger Aussiedler waren bereits auf dem Bau, um mitzuhelfen. Die hatten seinerzeit den Ausschlag gegeben, über ein Jugendhaus in Heidelsheim überhaupt einmal nachzudenken. "Dabei stellten wir fest, dass sich auch viele unserer einheimischen Jugendlichen dringend einen solchen Jugendtreff wünschen", berichtet Valentin Gölz. Die Vorsitzende des Trägervereins pflichtet bei: "Ausserhalb der kirchlichen Jugendarbeit gibt es in Heidelsheim keine Möglichkeit für junge Leute, sich zu treffen", erklärt Ulrike Fettig-Durst. Das Jugendhaus sieht sie als ergänzendes Angebot zur guten Vereinsarbeit am Ort. "Das Jugendhaus soll ein Haus für alle Heidelsheimer Jugendlichen sein", unterstreichen die Verantwortlichen einhellig. Es soll Berührungspunkte für ganz verschiedene Gruppen schaffen, aber auch Raum dafür bieten, dass kleinere Gruppen für sich bleiben können. Der Wunsch, junge Aussiedler auch zu integrieren, schwingt dabei mit. Und die Hoffnung, dass sich die völlig unterschiedlichen Cliquen nicht gegeneinander abschotten. Ob sich die Problemgruppe jugendlicher Russlanddeutscher, die zum Teil auch aus Bretten oder Philippsburg stammen, sich mit ihren Kumpanen in Heidelsheim treffen und dort immer wieder mit übermäßigem Alkoholgenuss, Krawallen und nächtlicher Ruhestörung in Erscheinung treten, ins Jugendhaus einbinden lassen, ist für den Ortsvorsteher fraglich. "Es nützt allerdings nichts, sich über solche Missstände zu beschweren, ohne ein alternatives Angebot zu machen", erklärt Gölz. Und wenn es gelinge, die jüngeren Aussiedler zu erreichen, sei auch schon viel gewonnen. Zunächst einmal drei Tage in der Woche soll das Jugendhaus, das sich immerhin fast 90 Prozent der elf- bis 14-jährigen Heidelsheimer Kids wünschen, geöffnet sein. Die Motivation zur Mitarbeit ist in dieser Altersgruppe besonders groß. 220 000 Mark hat die Stadt Bruchsal für das Jugendhaus bereit gestellt. "Damit kommen wir zurecht", sagt Valentin Gölz. Helfer sind willkommen, sie können jeden Freitagnachmittag oder Samstags ohne große Voranmeldung vorbeischauen. BNN 12.9.2001
Der Gemeinderat hat dem Wunsch des Ortschaftsrates entsprochen und dem Umbau des Gebäudes Judengasse 25 in ein Jugendhaus zugestimmt. Die Arbeiten kommen gut voran. Ziel muss die Eröffnung noch vor den Sommerferien sein. Die da und dort aufgetretenen Beschwerden über Abfälle und Lärm durch Jugendliche, so berechtigt sie sein mögen, bleiben wirkungslos, so lange wir unseren Kindern keine sinnvollen Alternativen bieten und dafür auch arbeiten.
Am 23.12.2001 hat das Jugendhaus schon seit Wochen ein neues Treppenhaus, einen Eingang pro Stockwerk und neue Fenster. Jetzt steht der Innnenausbau an.
Trägerverein Jugendhaus Heidelsheim e.V. Mitteilungsblatt 14.3.2002 Der Trägerverein Jugendhaus Heidelsheim konnte eine Spende über 950 Euro zugunsten der Heidelsheimer
Jugend entgegennehmen. Anlässlich des Turmblasens vom Törlesturm in der Silvesternacht und des diesjährigen Neujahrskonzertes des Törlesturm-Ensembles in der evangelischen Kirche Heidelsheim kam diese Summe durch
Spenden und Eintrittsgelder zusammen. Es tut dem Jugendhaus-Team gut, dass viele Heidelsheimer Bürgerinnen und Bürger die Arbeit am
Jugendhaus durch verschiedene Aktionen unterstützen.
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