Neujahrsempfang der Gemeinde Heidelsheim 2004
Neujahrsempfang der Heidelsheimer Vereine und Verbände, Kirchengemeinden, Oberbürgermeister und Ortsvorsteher und Ortschaftsräte
am Sonntag, den 16. Januar 2005 um 11 Uhr (ausgerichtet durch den Odenwaldklub e.V.).
Rede von Walter Wachter:
Begrüßung
Zum 5. Neujahrstreffen begrüße ich die Vereinsvorstände und deren Stellvertreter, die Vorstände der örtlichen Parteien, Ortschafträte und Kirchengemeinden und
die Leiter der Kindergärten sehr herzlich.
Besonders begrüße ich unseren Oberbürgermeister Herrn Bernd Doll, unseren Ortsvorsteher Herrn Valentin Gölz, unseren Hausherrn den Rektor der Dietrich Bonhoeffer Schule Herrn Wolfgang Weindel,
die Vertreter der Kirchengemeinde Herrn Pfarrer Manfred Helfrich, Herrn Pfarrer Markus Kempf und die Presse Herrn Peter Schmidt von der Bruchsaler Rundschau und die Musiker des Handharmonika Spielrings Heidelsheim, die heute
den musikalischen Rahmen dieser Neujahrsfeier bilden. Hierfür bedanke ich mich sehr herzlich bei den Musikern und ihrem Vorstand Herrn Dieter Müller für die spontane Hilfe.
Walter Wachter

Nun kurz ein paar Worte zu unserem Wanderverein Odenwaldklub Ortsgruppe Heidelsheim. Einige die hier sind kennen unsere Vereinschronik, aber die meisten hören sie zum ersten mal.
Unser Verein wurde 1923 von 5
frohgemuten, lebensbejahenden und lustigen Wandergesellen als Mandolinen und Wanderverein auch Touristenverein genannt, gegründet. Bis 1936 war der Touristenverein ein reiner Männer-Wanderverein und Mandolinenverein, bei dem strengste
Vorschriften und Prüfungen bei der Aufnahme von neuen Mitgliedern herrschte. Voraussetzungen war natürlich ein guter Leumund und evtl. Vereinsmitglieder als Fürsprechen.
Erst im Jahr 1936/1937, indem alle Vereine, die sich keinem Hauptverband angeschlossen hatten, durch das Gleichschaltungsgesetz der Regierung aufgelöst wurden, beschloß die damalige Vorstandsschaft nach umfangreichen
Beratungen wegen Beitragskostengründen dem Hauptverband der Wandervereine des Odenwaldklubs beizutreten. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch Frauen und Kinder als Mitglieder unseres Wandervereines zugelassen.
Oberbürgermeister Bernd Doll

Was bedeutet wandern in unserer heutigen, hektischen Gesellschaft. Beim Wandern kann man die pure Natur, die schönen Wiesen, Felder, Blüten, Blumen und Wälder in jeder Jahreszeit besinnlich betrachten. Auch die Kunst und Kultur
kommt bei den Wanderungen durch die schmucken Orte und Städte mit ihren romanischen und gotischen Kirchen und den schönen Fachwerkhäusern im Schwarzwald, Odenwald, Pfälzerwald, Zabergäu und unseren
schönen kraichgauer Hügelland nicht zu kurz. Von den abschließenden Besuchen von Lokalen, Brauereien und Besenwirtschaften und dem Singen von Wanderliedern will ich hier nicht viel berichten, aber auch unsere Gesundheitämter,
Krankenkassen, die Medien und vor allem die Ärzte schreiben, daß Wandern für uns Menschen sehr gesund sei und wenn die alle das sagen, dann muß dies wohl auch stimmen. Deshalb rufe ich Euch und Euren Angehörigen heute zu,
tut etwas für Eure Gesundheit genießt die freie Natur, laßt beim Rasten die Seele baumeln und kommt zu unserem Verein schaut Euch unser Wanderprogramm unsere schöne Anlage mit Spielplatz und Wanderheimen an.
Ortsvorsteher Valentin Gölz
Frisch auf !
Ich denke jetzt auch an das schreckliche Erdbeben in Südostasien, deshalb möchte ich nun eine
Gedenkminute für die Opfer der Flutkatastrophe einlegen und bitte Sie sich zu erheben.
- Danke schön - 
Nun wird unser Oberbürgermeister Herr Bernd Doll einige Worte und Gedanken zum neuen Jahr 2005 an uns richten und anschließend spricht unser Ortsvorsteher Valentin Gölz.
Bevor nun wieder alle ihrer Wege gehen, möchten wir Sie dazu einladen gemeinsam über die Zukunft unsere Vereine nachzudenken. Fast alle haben wir mit der Problematik des Nachwuchses und der damit verbundenen Überalterung zu
kämpfen. Vielleicht sollten wir über ein vereinsübergreifendes Programm nachdenken um die Jugendlichen wieder von Computer loszureißen. Unsere Gesellschaft ist vom
Kommunikation, Menschlichkeit und Nächstenlieber abhängig. Vielleicht es gelingt uns ja gemeinsam mit der örtlichen Politik Denkanstöße für eine solchen Programm zu finden.

Jetzt lädt die Vorstandsschaft des Odenwaldklubs Ortsgruppe Heidelsheim zu allgemeinen Gesprächen der Vereinsvertreter untereinander und mit den Ortschaftsräten zu einem kleinen Imbiß mit Umtrunk ein.
Frisch auf !
Fotos: KAD
MITTEILUNGSBLATT Nr. 3 vom 20. Januar 2005
BRUCHSAL
Neujahrsempfang in Heidelsheim
Es gibt immer wieder Erfolge, die zum Weitermachen animieren
Bruchsal-Heidelsheim (pit) Anlässlich des fünften Neujahrsempfangs der Heidelsheimer Vereine und Verbände begrüßte Walter Wächter, Vorsitzender des Odenwaldklubs Heidelsheim, die örtlichen Vereinsvorsitzenden und deren Stellvertreter im Foyer der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.
Als Vertreter der Stadt Bruchsal hieß er Oberbürgermeister Bernd Doll willkommen, der die Gelegenheit
nutzte, den Vereinsvorständen für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken. Bevor er auf spezielle Heidelsheimer Themen zu sprechen kam, widmete sich der Oberbürgermeister zunächst bundespolitischen Themen.
Doll sprach sich für eine dringend notwendige Neuordnung des Bundesgebietes aus. "Wenn dies schon nicht gelingt, dann muss man zumindest bereit sein, die Zuständigkeiten neu zu ordnen", betonte er. Der Staat
muss wieder in die Lage versetzt werden, seine dringend notwendigen Aufgaben wahrzunehmen, für die aber eine Umverteilung notwendig ist. Große Anstrengungen müssen besonders auch zur Arbeitsplatzsicherung unternommen werden.
Als Problemthema sprach Bernd Doll auch die Europäische Union an. Bisher konnten die Kommunen ihre eigenen Angelegenheiten in kommunaler Selbstverwaltung besorgen. Das ist vermehrt zu einer Frage des
Wettbewerbs geworden. Als Beispiel führte er den Bereich Wasserversorgung an. Möglicherweise steht hier nicht mehr die Qualität im Vordergrund, sondern der Wettbewerb nach dem europaweit günstigsten Anbieter.
Bei den Heidelsheimer Themen sprach Oberbürgermeister Doll die durchgeführte Ortskernsanierung an, sowie die geplante Schaffung von Wohngebieten. Hier ist eine Umlegung der Kosten auf die Nutzer
unausweichlich. Geplant ist die Radwegverbindung zwischen Heidelsheim und Bruchsal. Nach intensiven Verhandlungen mit den Behörden und den Naturschutzverbänden sind nun noch die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern notwendig.
Ortsvorsteher Valentin Gölz richtete seinen Dank an die Vereine und ihre Verantwortlichen. Er bestärkte sie, trotz aller Mühen ihre Arbeit fortzusetzen. Immer wieder gibt es über Erfolge zu berichten, betonte Gölz, die das Bild der Gesamtstadt Bruchsal mitprägen. Der Aufstieg der Handballspielgemeinschaft Heidelsheim-Helmsheim in die Oberliga Baden-Württemberg, die deutsche Meisterschaft der Fahnenschwingergruppe der Feuerwehr und das Reichsstadtfest zählten hierzu. Als geplante Gemeinschaftsaktion erwähnte er die Gemarkungsputzete sowie eine Arbeitsaktion im Freibad.
Vorsitzender Walter Wachter bat die Vereinsvorsitzenden, über die Zukunft der Vereine nachzudenken, die alle mit der Problematik des Nachwuchses und der damit verbundenen Überalterung zu kämpfen hätten.
Musikalisch umrahmten Helmut Huber und Jürgen Böber vom Handharmonikaspielring Heidelsheim den Neujahrsempfang.