Pfarrer Ludwig Ochs 100 Jahre

(goe) Am 20. Mai wäre Pfarrer Ludwig Ochs einhundert Jahre alt geworden. Als junger Vikar trat er 1932 seinen Dienst bei Dekan Renner an und wurde dessen Nachfolger im Pfarrhaus. Vier Jahrzehnte, bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1972, war er Seelsorger der evangelischen Kirchengemeinden in Heidelsheim und Helmsheim.

Daneben versorgte er auch die Protestanten in Obergrombach, z.B. hielt er alle zwei Wochen einen Gottesdienst. Die lange Amtszeit, in der Pfarrer Ochs zahllose Gemeindeglieder taufte, konfirmierte, verehelichte und zur letzten Ruhe aussegnete, machte ihn zu einer Institution am Ort. Sein Talent als befähigter und wortgewaltiger Prediger war nicht nur in der Kirche, sondern auch bei Jubiläen von Vereinen in Festreden gefragt.

 

 

 

 

Ludwig Ochs verstand die Sprache und die Sorgen der Menschen, er war ihnen herzlich zugetan. Umgekehrt brachten die ihm zumindest Respekt, verbreitet auch Verehrung entgegen. So war es nicht verwunderlich, dass der damalige Gemeinderat der Stadt Heidelsheim dem scheidenden Pfarrer aus Anlass seiner Zuruhesetzung auf Grund seiner Verdienste als Seelsorger und Erzieher der Jugend die Ehrenbürgerwürde verlieh.

 

 

 

Den 100. Geburtstag nahm Ortsvorsteher Valentin Gölz jetzt zum Anlass, die Angehörigen des schon 1987 Verstorbenen zu einem Gedenken nach Heidelsheim einzuladen. Eingefunden hatten sich ebenfalls Kirchenälteste und Gemeinderäte, die damals amtierten, darunter Bürgermeister Herbert Doll sowie heutige Ortschaftsräte. Nach einem stillen Gedenken am Grab, bei dem Pfarrer Markus Kempf ein Gebet sprach, und der Niederlegung von Grabschmuck, besuchten die Teilnehmer das Diebsturmhaus der Bürgerwehr, in dem Nachtwächter Erich Bannholzer mit persönlichen Gegenständen von Ludwig Ochs eine kleine Erinnerungsecke eingerichtet hat.

 

Beim Ausklang im Schützenhaus dankten die Töchter, die aus Bretten, Köln und vom Bodensee mit Angehörigen angereist waren, für die Einladung und für das Andenken, wie es an der Wirkungsstätte ihres Vaters noch gepflegt wird.

 

Stadtteilnachrichten Bruchsal 24.5.2006

Fotos KAD

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