BNN  Dienstag, 27. Mai 2008

Chlorgasunfall in Heidelsheim

Bruchsal-Heidelsheim (hupe). Ein Chlorgasunfall im Heidelsheimer Hallenbad hat gestern Abend einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Gegen 18.30 Uhr gab die Überwachungsanlage der Chlorgasinstallation in einem Technik-Raum des Hallenbades Störungsalarm, worauf das Personal die Anlage überprüfte. In diesem Augenblick offenbar entstand ein Leck am Anschlussflansch einer Chlorgasflasche, worauf das ätzende Gas massiv austrat.

FOTO:
NOTÄRZTE und DRK-Rettungsassistenten versorgten an der Verletzten-Sammelstelle gegenüber dem Heidelsheimer Hallenbad nach dem Chlorgasunfall 68 Kinder und Erwachsene, während die Feuerwehr den Gasnebel mit Sprühstrahl niederschlug. Foto: toku

Das Personal reagierte rasch: 68 Kinder, die gerade an einem Kurs im Hallenbad teilnahmen, wurden ebenso ins Freie gebracht wie mehrere Erwachsene. Innerhalb Minuten waren die Feuerwehren von Heidelsheim, Helmsheim und Bruchsal unter der Führung von Stadtbrandmeister Ulrich Koukola vor Ort. Ebenso rückte der Gefahrgutzug Nord der Feuerwehren Karlsdorf-Neuthard und Kraichtal an. In kürzester Zeit standen rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Atemschutzträger in Vollschutz-Anzügen drangen in den Technikraum ein, dichteten das Leck ab und schlugen die Chlorgaswolke - vor der die Anwohner im Umkreis von 500 Metern per Radio-Meldung gewarnt wurden - mit einem Wassernebel aus den Strahlrohren nieder.

Rettungskräfte der DRK-Bereitschaften aus allen Bruchsaler Stadtteilen sowie der „Schnelleinsatzgruppe Gift" aus Oberhausen-Rheinhausen bauten mit gut 40 Helfern eine Verletzten-Sammelstelle auf, in der die Kinder und Erwachsenen von zwei Notärzten untersucht wurden. Glück im Unglück: Nur vier Kinder klagten über Atembeschwerden und wurden an Ort und Stelle versorgt. Kinder, deren Eltern nicht erreicht werden konnten, wurden von der Polizei nach Hause gebracht.

Amtsblatt Bruchsal 29.Mai 2008

Mehrere Hundert Feuerwehrleute und Einsatzkräfte im Einsatz

Chlorgasunfall in Heidelsheimer Schwimmbad

Bruchsal (toku). Durch einen Chlorgasaustritt im Schwimmbad des Bruch-saler Stadtteiles Heidelsheim kam es am Montagabend kurz vor 19 Uhr zu einem Großeinsatz von Feuerwehren sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen. Der Schwimmmeister wurde durch einen Alarm der Überwachungsanlage im Technikraum aufmerksam und informierte seinen Kollegen. Nachdem ein Austritt von Chlorgas bemerkt wurde, reagierten beide umgehend und veranlassten die Evakuierung des Schwimmbades sowie der angrenzenden Sporthalle. Die Kräfte der Feuerwehrabteilung Heidelsheim führten als Erstmaßnahme eine Absperrung des gefährdeten Bereiches durch und unterstützten bei der Evakuierung der Personen. Parallel zur Alarmierung weiterer Abteilungen aus Bruchsal wurde der Gefahrgutzug „Karlsruhe Land Nord" mit Wehren aus Karlsdorf-Neuthard und Kraichtal, sowie der ABC/Dekonzug aus Bretten alarmiert.

Ebenso wurden durch die Rettungsleitstelle des DRK mehrere Rettungswagen, Notfallhilfen, DLRG- und Schnelleinsatzgruppen sowie eine Einsatzleitung aus leitendem Notarzt und organisatorischem Leiter hinzu gerufen. Ein Trupp der Feuerwehr, welche mit etwa 100 Kräften und 19 Fahrzeugen im Einsatz war, schlug unter Atemschutz die Chlorgasdämpfe mit Sprühstrahl nieder. Durch die Polizei wurde die L618 gesperrt sowie Lautsprecherund Rundfunkdurchsagen veranlasst.

Währenddessen betreuten die über 40 Kräfte des DRK sowie der DLRG die 68 Patienten und beruhigten die hinzugekommenen Angehörigen. Frierende und verängstigte Kinder wurden am Sammelplatz betreut, mit Decken und Schuhen versorgt und deren Daten aufgenommen, um die Vollständigkeit der Gruppen zu überprüfen. Durch das schnelle und umsichtige Handeln aller Beteiligten, mussten lediglich drei Kinder vom Notarzt behandelt werden.

Durch die Feuerwehr konnte ein weiterer Austritt des Chlorgases verhindert werden. Weitere 18 Atemschutzgeräteträger zum Teil in Vollschutzanzügen waren im Bereitstellungsraum einsatzbereit. Während der Gefahrgutzug Messungen im Umkreis durchführte, wurde ein Dekontaminationsbereich für die im Gefahrenbereich eingesetzten Kräfte eingerichtet. Hierbei zeigte sich, dass die eingesetzten Feuerwehren der verschiedenen Gemeinden im Gefahrgut- und ABC/Dekonzug bestens aufeinander eingespielt sind, was von zahlreichen Übungen in den letzten Jahren herrührt. Die Messungen der Feuerwehr ergaben keine gefährlichen Konzentrationen. Einsatzleiter Ulrich Koukola wurde durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Jürgen Bordt sowie durch Fachberater Gefahrgut und der Führungsgruppe Bruchsal unterstützt. Otto Ihle, Hauptamtsleiter der Stadt Bruchsal, verschaffte sich vor Ort Einblick in das Einsatzgeschehen.

Amtsblatt Bruchsal 5.6.2008

Sirenenprobelalarm soll Bürger sensibilisieren

Möglichst viele möglichst schnell erreichen

Bruchsal (pa). Sie sind nicht zu überhören, nirgendwo in der Stadt und den Stadtteilen. Ohrfein sind ihre Standorte ausgetüftelt und ergänzt worden, auf Dächern, Masten und sogar Laternen. Insgesamt sind es 45 Sirenen, die die Bruchsaler mit lautem Heulen darüber informieren sollen, ihre Radios einzuschalten. So auch am Dienstag, 10. Juni, von 11.15 bis 11.30 Uhr. Sieben Sekunden Dauerton, eine Minute auf- und abschwellender Heulton, eine Minute Dauer- und noch mal sieben Sekunden Dauerton. Dann ist alles vorbei. Das Ganze freilich ist mehr als nur der technische Test, ob tatsächlich alle Sirenen noch ihren Dienst tun. „Der Probealarm soll die Menschen sensibilisieren", sagt der Leiter des Ordnungsamts, Gondulf Schneider, „sensibilisieren, beim auf- und abschwellenden Heulton ihre Radios einzuschalten." Denn wie anders kann man möglichst viele Bürger der Stadt möglichst schnell erreichen? „Laut sein und Lärm machen", schmunzelt Schneider. Da muss nicht gleich eine Katastrophe passiert oder im Anrollen sein. Das Unglück eines Tanklasters vor einigen Jahren bei Büchenau sei, so Schneider, das beste Beispiel: Da trieb eine Rauchwand auf die Stadt zu und die Bürger hätten informiert werden sollen, ihre Fenster zu schließen. Ein Fall also für die Sirenen. Idealerweise sollte sich jeder Bürger dann ein Radio suchen, einschalten und sich über Ursache der Warnung und Verhaltensregeln schlau machen. Wobei sich das Ganze beispielsweise auch auf einen Stadtteil beschränken lässt - je nach Unfall oder Schadensereignis eben. Der unscheinbare Alarmgeber steht im i Rathaus. Am Dienstag wird Gerald Baust, Mitarbeiter des Ordnungsamts für Zivil-und Katastrophenschutz, einen Gesamtalarm für alle 45 Sirenen in der Kernstadt und den Stadtteilen geben; die grauen „Heuler" werden dann sekundenschnell per Funk ausgelöst, die Abfolge der Signale wird manuell gesteuert - ganz wie es die Situation im Ernstfall erfordert. Die Informationen, die schließlich über den Äther gehen und in den Radiosendern SWR, Radio Regenbogen und Radio RPR ausgestrahlt werden, gibt das Ordnungsamts per Fax direkt an das Lagenzentrum des Innenministeriums Baden-Württemberg weiter - und von dort gehen sie an die Sender.
 

Frühling
Sommer
Winter
Wetter
Anfahrt
Stadtplan
Miniplan
Markt v. Tor
Geschichte
Volterra
Nahverkehr
Alt-Heidlse
Heimatbuch
Museum
Schnee2001
Kirche
Besonderes