Alte Katholische Kirche in Heidelsheim:
 
Durch vergangene Jahrhunderte bis heute hat die Kirche in Heidelsheim eine wechselvolle Geschichte durchlaufen und soll jetzt renoviert werden.

Informationen zur Kirche wurden von der ev. Kirchengemeinde Heidelsheim im folgenden zur Verfügung gestellt:

Was lange währt ... wird endlich gut ... !!!!
       ...  oder die Renovierung der alten kath. Kirche !

Wenn das Sprichwort recht hat, müsste unsere Maßnahme unter einem guten Stern stehen, denn seit 25 Jahren steht das altehrwürdige Kirchlein ungenutzt herum und das ist schade !!!
Vielleicht hat sich schon herumgesprochen, dass sich etwas tun soll. Vor gut zwei Jahren hat der Kirchengemeinderat begonnen, sich mit dieser Sache zu befassen. Nun sind die Vorbereitungsmaßnahmen in vollem Gange - Grund genug - im Rahmen des Gemeindebriefes ausführlich zu berichten.
Ja, aber wo fangen wir an?

Zur Geschichte :
Die alte kath. Kirche ist das Chorgebäude der alten Stadtkirche, die 1540 erbaut wurde. Bei den Zerstörungen, die Heidelsheim im Laufe der Jahrhunderte erfahren musste, war es immer wieder das Chorgebäude, das einigermaßen heil geblieben war. Deshalb kann gesagt werden, dass das alte Kirchlein in der Substanz tatsächlich Teil der 1540 erbauten Stadtkirche ist. Damit dürfte es wohl das älteste Gebäude Heidelsheims sein.
Bei der Reformation schlossen sich die Heidelsheimer Bürger in großer Zahl dem neuen Glauben an. So gab es neben Lutheranern und Reformierten auch weiterhin Bürger katholischen Glaubens. Das bedeutete, dass die vorhandene Stadtkirche von allen genutzt werden musste - was offensichtlich immer wieder zu Streitigkeiten führte. Im Jahr 1705 wurde eine Teilung vorgenommen. Den Katholiken wurde der Chorraum zugesprochen, den Reformierten das Langhaus der Kirche. Die Lutheraner sollten eine eigene Kirche bauen - was dann auch geschehen ist.
Die alte katholische Kirche war demnach seit 1705 im Besitz der katholischen Kirchengemeinde. Nach dem Umzug der Katholischen Kirchengemeinde in das neue Gemeindezentrum wurde das Kirchlein 1980 der evangelischen Kirchengemeinde übereignet.

Nutzungsüberlegungen :
Jeder Bauherr, der ein Bauprojekt in Angriff nimmt, hat Vorstellungen, was aus einer Sache werden soll. So ist das auch bei uns! Bei aller gebotener Rücksichtnahme auf die bestehende Bausubstanz und die Ehrfurcht vor der jahrhundertealten kirchlichen Nutzung war es stets eine Grundforderung, dass eine vernünftige Nutzung möglich sein muss. Das stand auch bei den Gesprächen mit dem Architekten, der Pflege Schönau, dem Denkmalamt und der Vielzahl von Fachspezialisten immer im Vordergrund:
So wird es nach der Fertigstellung möglich sein, die Räume für den Kindergottesdienst zu nutzen (parallel zum Gottesdienst der Erwachsenen). Sicher wird das Kirchlein ein richtiges Kleinod werden und auch als kleine Traukirche zu nutzen sein. Die entstehenden Räume im Bereich der Sakristei werden für sonstige kleinere Veranstaltungen verwendbar sein. Eine einzubauende kleine Küche wird es künftig ermöglichen, ab und an einen Kirchenkaffee anzubieten. In die entstehenden Räume kann also „Leben“ einziehen!

Bau- und Renovierungsmaßnahmen :
Wie aus den Plänen ersichtlich ist, sind drei größere Teilbereiche anzugehen:
  Renovierung des Kirchenraumes
  Ausbau der Sakristei
  Renovierung der kleinen Orgel

1. Renovierung des Kirchenraumes :
Die Kirchenbänke, die ehemals aus der alten Lutherkirche in Weingarten stammten, sind zurückgegeben worden. Der Kirchenraum und auch die Emporen werden eine Bestuhlung erhalten, und damit für verschiedene Veranstaltungen variabel sein.
Eine einzubauende Treppe wird eine Erschließung der Emporen von der Kirche aus ermöglichen. (Früher musste dazu die Außentreppe genutzt werden)
Die Trennwand zur Ev. Kirche muss saniert werden, weil starke Setzungen der Wand festzustellen sind (Fachwerkwand, bei der vermutlich Holzteile schadhaft sind) Dazu ist es erforderlich, die kleine Orgel abzubauen.
Die Rauminnenschale wird sich nach Reinigung und gegebf. notwendigen Reparaturen wieder so darstellen, wie sie 1911 ausgeführt wurde. Das betrifft auch die sehr schöne Deckenausmalung.
Die hölzernen Emporen sind zu sanieren. Das gleiche gilt für die Prinzipalstücke (Altar, Kanzel und Marienaltar). Hier sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
Der Altar wird nach der Renovierung ebenerdig aufgestellt (die jetzt bestehenden zwei Stufen werden entfallen) Ursprünglich stammt dieser Altar aus der Stadtkirche in Bruchsal.
Die Kanzel wird ebenfalls saniert. Sie wird ca. 80 cm tiefer stehen und muss neu befestigt werden. Dabei wird der unter der Kanzel eingebaute Beichtstuhl entfallen. Die Kanzel zeigt hinsichtlich der Symbole, dass er wohl ursprünglich aus einer ev. Kirche stammt. Allerdings ist seine Herkunft nicht bekannt.
Der Marienaltar wird ebenfalls saniert, und könnte ein Platz sein, eine Taufschale aufzunehmen.

Es war bei der Planung eine der Grundforderungen, die Prinzipalstücke an ihrem jetzigen Ort zu belassen, um das bestehende Raumgefüge zu erhalten.

2. Ausbau der Sakristei
Der Sakristeiraum ist von der Höhe her geeignet, durch Einbau einer Decke auf zwei Ebenen genutzt zu werden. Damit können zwei Gruppenräume entstehen, die vor allem für den Kindergottesdienst dringend notwendig sind. Der Raum im Erdgeschoss erhält die schon angesprochene Küchenzeile. Im Erdgeschoss wird auch eine Toilette installiert.

3. Restaurierung der Orgel
Die kleine Orgel wurde im Jahr 1896 von Orgelbaumeister Anton Kiene, Waldkirch, gebaut und installiert. Es handelt sich um eine Orgel mit 7 Registern und Mixtur. (Es gab, wie in einem Bericht von 1987 erwähnt, schon eine Vorgängerorgel, die 1805 als gebrauchtes Instrument erworben wurde und mit der heutigen Orgel ersetzt wurde.) Die Orgel steht gänzlich unter Denkmalschutz. Von vielen Seiten wurde bestätigt, dass es sich um ein besonderes Instrument handelt, weil es noch unverändert den Zustand von 1896 aufweist. Auch hat der Orgelsachverständige der Landeskirche, Dr. Kares, kürzlich festgestellt, dass der bauliche Zustand sehr gut ist.
Bedingt durch die erforderliche Sanierung der Chortrennwand muss, um Platz für die notwendigen Arbeiten zu schaffen, die Orgel in jedem Falle ausgebaut werden. Dadurch bietet sich an, die gesamten Orgelbauteile in die Orgelwerkstatt zu verbringen und in dieser Zeit die erforderlichen Reparaturmaßnahmen auszuführen. Interessant ist, dass es die Orgelbauwerkstatt des Erbauers noch gibt.
Hinsichtlich der Kosten kann berichtet werden, dass in diesem Falle durch die Denkmalsbehörde, durch die Ev. Landeskirche und durch die Stadt Bruchsal ein erheblicher Beitrag geleistet wird.

Finanzierungsfragen :
Die Kosten für die gesamte Maßnahme müssen etwa je zur Hälfte
durch die Ev. Stiftung, Pflege Schönau, und die Kirchengemeinde aufgebracht werden. Während die Pflege Schönau für „Dach und Fach (d.h. das Dach und die gesamte Raumschale, vom Boden bis zur Decke) zuständig ist, muss die Kirchengemeinde die Kosten für alle Einbauten aufbringen.
 Nach der jetzt bestehenden Kostenübersicht kommen auf die Kirchengemeinde ca. 230.000,- € zu.
Diese Kosten sollen wie folgt aufgebracht werden:
   Bereits vorhandene Eigenmittel 30.000,- €
   Förderverein (wir hoffen auf 200 Fördermitglieder) 100.000,- €
   Darlehen der Ev. Landeskirche 100.000,- €
   (das bedeutet 50.000,- Rückzahlung und 50.000,- Zuschuss)
Wir denken, dass wir mit einer solchen Finanzierung leben könnten. Es kommt jetzt darauf an, den Förderfond baldmöglichst rechtsfähig zu machen. Dabei freut es uns besonders, dass sich dabei auch die Mitglieder der Katholischen Kirchengemeinde beteiligen.
Ich kann an dieser Stelle nur zitieren, was auch in der Präambel des Förderkreises steht:
Das Gebäude ist in Hinsicht auf die Architektur und das besondere Alter, aber auch in Hinsicht auf die Jahrhunderte dauernde Nutzung als Gotteshaus ein exzellentes regionales und ein besonderes Heidelsheimer Kulturdenkmal. Seine weitere Nutzung und Erhaltung darf und muss deshalb ein Herzensanliegen aller Heidelsheimer sein.
 

Infos zum Förderkreis  (Fond):
Der Beitritt zum Fond ist auf eine Laufzeit von 5 Jahren ausgelegt.
Der Jahresbeitrag ist auf 100,- € festgelegt (Es können auch zwei Förderer gemeinsam einen Förderbeitrag aufbringen - 2 x 50,- €) Das Fördervolumen in 5 Jahren würde sich dann auf 500,- € belaufen.
Entsprechende Spendenbescheinigungen händigt auf Wunsch die Kirchengemeinde aus.
Die Förderleistung kann auf Wunsch durch Überweisungsauftrag oder Abbuchung erfolgen: jährlich, ¼- jährlich oder monatlich.
Beispielrechnung: Bei einer monatlichen Abbuchung des Förderbeitrags
fallen 8,33 € an. (oder 2 x 4,16 € )
Mit dem Beitritt wird eine Förderurkunde und die Satzung ausgehändigt.
Liebe Gemeindeglieder, liebe Mitbürger.
Unsere kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen und Monaten bei Ihnen vorsprechen und um Ihre wohlwollende Mithilfe bitten. Bitte helfen Sie uns.
Selbstverständlich können Sie auch in anderer Weise helfen, durch Einzelspenden oder auch durch Mitarbeit in der Bauphase. Damit niemand vergessen oder übergangen wird, werden wir in der Presse über die Maßnahme berichten und in ganz Heidelsheim einen Handzettel in die Häuser bringen - mit der Bitte, uns durch Rücklauf des Handzettels zu signalisieren, dass und wie Sie helfen möchten.
Noch einmal! Wir würden uns ganz herzlich freuen wenn die vorbreiteten Maßnahmen Ihr Wohlwollen finden würden und unsere Bitten auf offene Ohren und offene Herzen treffen würden.

                                 Ihre Kirchengemeinde Heidelsheim

Spendenkonto „Alte Katholische Kirche“:
Volksbank Bruchsal eG    Sparkasse Kraichgau
BLZ: 663 900 00 Konto: 67 555 BLZ: 663 500 36 Konto: 703 0000

 

Frühling
Sommer
Winter
Wetter
Anfahrt
Stadtplan
Miniplan
Markt v. Tor
Geschichte
Volterra
Nahverkehr
Alt-Heidlse
Heimatbuch
Museum
Schnee2001
Kirche