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 Obst- und Gartenbauverein Heidelsheim “Die Grünschnäbel”
und Turnverein Heidelsheim “Männerriege”

Weltrekordversuch für Guiness-Buch:

Zuerst war die Idee, am Samstag, 6. Juli 2002 ist es soweit.
Wir wollen das
längste Seil der Welt aus Gras herstellen!
Familie Vetter aus Ubstadt wird uns mit ihrer historischen “Strohwiedmaschine” behilflich sein.
Gegen 08.30 Uhr wollen wir beginnen und solange durcharbeiten, bis mindestens 1km Seil aus getrocknetem Gras mit Muskelkraft hergestellt ist.
Veranstaltungsort ist in Heidelsheim das “Sachsenhausenstadion” (Münchbergstraße / Ziegelhütte – siehe hierzu auch Bild mit dem bereitstehenden “Rohmaterial”).

Günter Kolb

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Das war der Aufruf - am Samstag 12 Uhr sah es so aus:

Heuseil-Fertigung läuft auf vollen Touren!

Nachdem es in der Nacht von Freitag auf Samstag noch geregnet hatte, konnte die Aktion am Samstag wie geplant gestartet werden.

Durch den Einsatz vieler fleißiger Helfer und einer ausgereiften Heu- (Stroh-)Bindemaschine wird das befeuchtete Heu aus zwei Teilsträngen zu dann einem geflochten.

... bis zur Mittagspause sind etwa 250m geschafft.

...nach der Mittagspause geht die “Arbeit” weiter:

Heu holen, gut naß machen, vorrichten und in die Maschine gleichmäßig einlegen

 

Auch der Reporter von “Radio Bruchsal”

 

ist dabei

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonderer Dank gilt Fr. Vetter, die nicht nur Ihre Rarität einer Strohwiedmaschine zur
Verfügung stellte, sondern auch die ganze Zeit unermüdlich arbeitete!

Ebenfalls voller Eifer und mit viel Spass dabei waren die Kinder, so daß am Ende

ein Heu-Seil von 784,90 m Länge vom amtlichen Prüfer festgestellt

 und als Weltrekord eingereicht wurde!

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Zum Schluss noch einige Informationen zur Strohwiedmaschne:

Richtiger Name: Strohseilmaschine – da die fertigen Seile “Strohwied” genannt wurden, spricht man von der “Strohwiedmaschine”.
Bis in die 50-er Jahre hat man Strohwied aus den Halmen des Roggens hergestellt. Hierzu hat man die Halme geschnitten, als das Korn noch grün war. Waren die Halme zu trocken, wurden sie gewässert. Es war hauptsächlich die Aufgabe der Frauen, Strohseile herzustellen, oft wurden auch Kinder herangezogen. Es wird berichtet, dass tagelang gearbeitet wurde.
Die Seile wurden benötigt, um die Ernte (Weizen, Gerste, Korn, Hafer sowie Mais) zusammenzubinden, damit sie anschließend in Büscheln zum Trocknen aufgestellt werden konnten. Aus getrocknetem Gras hat man früher keine Seilwiede hergestellt.
Strohwied wurde ersetzt, als es genügend Schnüre bzw. Erntestricke gab.
Im Duden findet sich das Wort Seilwied nicht, offensichtlich entspringt “Wied” dem Dialekt.

In Heidelsheim gab es eine Strohwiedmaschine (Vater von Adolf Metzger). Adolf Metzger hat erklärt, dass seine Maschine genau so ausgesehen hat, wie die der Familie Vetter – er selbst hat ebenso wie sein Schwager, Herr Durst regelmäßig Strohwiede hergestellt.

Erich Bauer hat noch Strohwiede aus den 50.er Jahren. Ich hatte sie am Samstag ausgestellt (über das Tor gehängt).

Günter Kolb