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Aus: "Murphy's Law",. 1977 by Arthur Bloch.
Price/Stern/Sloan Publishers, Los Angeles, CA 90048.
Veröffentlich in der Zeitschrift Funkschau ab Heft 23/1980
gefunden beim Aufräumen am 31.12.2001

Diese universellen Regeln stammen aus einer Zeit,
als das Wort COMPUTER nur wenigen bekannt war.
Wegen ihrer Universalität gelten sie in übertragener Form
auch für den Umgang mit Hard- und Software von Computern.
Es ist alles nur noch viel schlimmer!
 
Anm. d. Red. bei Veröffentlichung in dieser Gesetze.

    Murphy’s Gesetze (1)

    Wenn irgend etwas schiefgehen kann, dann geht es schief.

    Folgerungen:
    Nichts ist so leicht, wie es aussieht.
    Alles dauert länger, als man glaubt.
    Wenn bei mehreren Dingen die Gefahr besteht, daß sie schief-
    gehen, wird genau das schiefgehen, was den größtmöglichen
    Schaden anrichtet.

    Murphy’s Gesetze (2)

    Wenn man annimmt, daß ein Projekt auf vier unterschiedliche Arten
    schiefgehen kann und alle diese verhindert, taucht urplötzlich eine
    fünfte auf.
    Wenn man Dinge sich selbst überläßt, tendieren sie dazu, sich vom
    schlechten Zustand zu einem noch schlechteren zu entwickeln.
    Immer, wenn man sich anschickt, etwas zu tun, muß irgend etwas
    anderes noch vorher getan werden.

    Murphy’s Gesetze (3)

    Jede Problemlösung verursacht neue Probleme.
    Es ist unmöglich, etwas idiotensicher zu machen, weil Idioten
    so genial sind.
    Mutter Natur ist immer auf der Seite des Fehlers.
    Murphy's Philosophie:
    Lächle... morgen wird alles noch schlimmer!

    Murphy’s Gesetze (4)

    Murphy's Proportionalitätskonstante:
    Alle Dinge werden direkt proportional zu ihrem Wert beschädigt.
    Quantisierte Formulierung von Murphy's Gesetz:
    Alles geht auf einmal schief.

    Murphy’s Gesetze (5)

    O'Toole's Kommentierung von Murphy's Gesetz:
    Murphy war ein Optimist.
    Zymurgy's siebte Ausnahme von Murphy's Gesetz:
    Wenn es regnet, gießt es in Strömen.
    Boling's Postulat:
    Wenn Sie sich wohlfühlen, machen Sie sich keine Sorgen - es
    geht wieder vorbei.

    Murphy’s Gesetze (6)

    Scotts erstes Gesetz:
    Egal, was schiefgeht - man sieht es ihm zuerst nicht an.

    Scotts zweites Gesetz:
    Wenn man einen Fehler gefunden und endlich korrigiert hat,
    stellt sich heraus, daß die erste Version richtig war.

    Folgerung:
    Nachdem sich die Korrektur plötzlich als falsch herausstellte,
    ist es unmöglich, den Originalzustand wiederherzustellen.

    Murphy’s Gesetze (7)

    Finagles erstes Gesetz:
    Wenn ein Experiment funktioniert, ist irgend etwas nicht
    in Ordnung.

    Finagles zweites Gesetz:
    Unabhängig vom Resultat eines Experiments wird es immer
    jemanden geben, der es
    (a) falsch interpretiert,
    (b) trickreich frisiert oder
    (c) glaubt, daß es seiner eigenen Lieblings-Theorie entspricht.

    Murphy’s Gesetze (8)

    Finagles drittes Gesetz:
    In einer beliebigen Datensammlung ist der Fehler dort,
    wo die Daten ganz offensichtlich richtig sind und deshalb
    nicht überprüft werden müssen.

    Folgerungen:
    1. Jemand, den man um Hilfe bittet, wird den Fehler
    auch nicht sehen.
    2. Jeder, der zufällig einen Blick darauf wirft, aber gar
    nicht nach seinem Rat gefragt wurde, sieht den Fehler
    sofort.

    Murphy’s Gesetze (9)

    Klipsteins Gesetze:

    1. Eine patentreife Erfindung wurde stets eine Woche vorher
    schon von einem firmenunabhängigen Techniker in ganz
    ähnlicher Form angemeldet.
    2. Die Einhaltung von Lieferterminen ist umgekehrt propor-
    tional den Beteuerungen über ihre Einhaltung.
    3. Einheiten werden immer in der unüblichsten Form angege-
    ben, Geschwindigkeiten z. B: in Angström pro Woche.
    4. Zugeschnittene Drähte sind immer zu kurz.

    Murphy’s Gesetze (10)

    Entwicklung und Fertigung

    1. Toleranzen summieren sich einseitig stets in die Richtung, die
    maximale Schwierigkeiten bei der Fertigung verursacht.
    2. Wenn ein Projekt  n Bauelemente benötigt, werden davon
     n - 1 Bauelemente am Lager sein.
    3. Motoren drehen sich stets in die falsche Richtung.
    4. Eine vor Zerstörung geschützte Schaltung wird andere Schal-
    tungsteile zerstören.
    5. Ein mit einer Sicherung geschützter Transistor wird stets zuerst
    hochgehen, um die Sicherung zu schützen.

    Murphy’s Gesetze (11)

    Entwicklung und Fertigung (ff.)

    6. Fehler treten immer erst nach der Endprüfung auf.
    7. Ein Bauelement oder Meßgerät wird lang genug, aber
    nicht länger funktionieren, bis es die Eingangskontrolle
    erfolgreich passiert hat.
    8. Nach dem Lösen der letzten von 16 Befestigungsschrau-
    ben stellt sich heraus, daß die falsche Abdeckung geöff-
    net wurde.
    9. Wenn alle 16 Schrauben wieder angezogen sind, stellt
    sich heraus, daß die Gummidichtung vergessen wurde
    10. Sobald ein Gerät vollständig zusammengebaut ist, fin-
    den sich übriggebliebene Bauelemente auf dem Tisch.

    Murphy’s Gesetze (12)

    Universell anwendbare Regeln für gutgläubige Ingenieure:

    1. In jede Berechnung wird sich auch jeder mögliche Fehler
    einschleichen.
    2. In jeder Formel sind alle Konstanten - besonders solche,
    die aus Ingenieur-Handbüchern stammen - als Variable
    zu behandeln.
    3. Hauptänderungen einer Entwicklung werden immer dann
    notwendig, wenn bereits die Fertigung läuft.
    4. Aufbau- und Betriebsanleitungen, die zusammen mit den
    Geräten versandt werden, werden bei der Wareneingangs-
    Kontrolle sofort weggeworfen.
    5. Wenn mehr als eine Person für eine Fehlkalkulation ver-
    antwortlich ist, ist keiner der Schuldige.

    Murphy’s Gesetze (13)

    Johnson's 3. Anwendungsregel:
    Falls eine Ausgabe einer Fachzeitschrift vermißt wird, ist es
    genau die Ausgabe, die in diesem Moment am dringendsten
    benötigt wird.

    Erweiterung:
    Alle Bekannten haben gerade diese Ausgabe entweder ver-
    loren; sie weggeworfen oder finden sie selbst nicht.

    Richards Regel zum Eigentum:
    1. Wenn man Dinge nur lange genug aufbewahrt, kann man
    sie danach auch sicher wegwerfen.
    2. Wirft man hingegen etwas weg, so benötigt man es genau
    in dem Augenblick, in dem es nicht mehr greifbar ist.
     

    wird wöchentlich fortgesetzt oder auch nicht!

    PS. Die Folgen 14 bis 26 habe ich aufgeräumt,
    sie werden nachgereicht, wenn ich sie wieder finde.

    Hurra!!! gefunden am 23. 2.2002 - es geht weiter...

    Murphy’s Gesetze (14)

    Lewis's Regel zur Preisermittlung:
    Unabhängig vom Aufwand an Zeit und Mühe zur Ermittlung
    einer günstigen Einkaufsquelle wird ein Gegenstand, nach-
    dem man ihn gekauft hat, im Nachbarladen billiger angeboten.

    Klipstein's Regel für Spezifikationen:
    In Spezifikationen ersetzt Murphy's Gesetz das von Ohm.

    Osborn's mathematische Regel:
    Variablen sind unerwünscht, Konstanten gibt es nicht.

     

    Murphy’s Gesetze (15)

    Regel vom verlorenen Meter:
    Bei dem Entwurf eines Gerätes können keine Über-Alles-
    Abmessungen am Freitag nach 16.40 Uhr ermittelt werden.

    Folgerung:
    Die korrekten Über-Alles-Abmessungen finden sich am Mon-
    tag um 9.01 Uhr wie von selbst.

    Etorre's Beobachtungen vom Verkehr:
    Auf der anderen Fahrspur kommt man immer schneller voran.

    Gesetz der angewandten Planung:
    Auf dem Teil, das bei der Planung einer Einrichtung vergessen
    wurde, basieren 75 % der Funktion.

     

    Murphy’s Gesetze (16)

    Zweites Gesetz der Änderung:
    Je unnützer eine Modifikation erscheint, desto größer ist die
    Chance, daß sie bei einer Planänderung berücksichtigt wird.

    Die Snafu-Gleichung:
    1) Ist ein Problem mit n Gleichungen gegeben, so gibt es
       n+1 Unbekannte.
    2) Der Teil einer Information, der am meisten benötigt wird,
       ist als letzter verfügbar.
    3) Erst wenn alle Möglichkeiten zur Lösung eines Problems
       durchgespielt sind und versagen, wird es eine Lösung
       geben, einfach und augenfällig, klar verständlich für jedermann.

     

    Murphy’s Gesetze (17)

    Gesetze zur Computer-Programmierung:

    1. Jedes Programm, das läuft, ist veraltet.
    2. Jedes andere Programm kostet mehr und ist langsamer.
    3. Ist ein Programm brauchbar, dann wird es sofort durch
       ein anderes ersetzt.
    4. Ist ein Programm unbrauchbar, dann wird es veröffentlicht.
    5. Jedes Programm wird so erweitert, daß es sämtlichen zur
       Verfügung stehenden Speicherplatz belegt.
    6. Der Wert eines Programms ist proportional zum Gewicht
       seines ausgedruckten Papiers.
    7. Die Programm-Komplexität wächst so lange, bis sie das
       Leistungsvermögen des Programmierers übersteigt.

     

    Murphy’s Gesetze (18)

    Troutman's Programmier-Postulate:

    1. Wenn eine Probeinstallation ohne jede Beanstandung funktioniert,
       werden alle Nachfolgesysteme nicht laufen.
    2. Erst wenn ein Programm schon mindestens sechs Monate
       verkauft ist, wird der schwerwiegendste Fehler entdeckt.
    3. Job-Control-Lochkarten, die eigentlich nicht in falscher
       Reihenfolge sein können, sind mit Sicherheit falsch sortiert.
    4. Austauschbare Bänder sind nicht austauschbar.
    5. Wenn der Eingabeteil des Programms alle unzulässigen
       Eingaben zurückweisen soll, wird ein genialer Idiot eine Methode
       entdecken, unsinnige Daten in den Rechner zu füttern.
    6. Das Fluchen ist die Sprache, die alle Programmierer am
       besten beherrschen.

     

    Murphy’s Gesetze (19)

    Gilb's Gesetz der Unzuverlässigkeit:

    1. Computer sind unzuverlässig, aber Menschen sind noch
       unzuverlässiger.
    2. Jedes von menschlicher Zuverlässigkeit abhängige
       System ist unzuverlässig.
    3. Unerfindliche Fehler sind in ihrer Mannigfaltigkeit unbegrenzt.
       Im Gegensatz dazu sind offensichtliche Fehler per Definition
       in ihren Auswirkungen beschränkt.

    Brook's Gesetz:
    Personelle Erweiterungen für ein verspätetes Software-
    Projekt fördern die Verzögerung.

     

    Murphy’s Gesetze (20)

    Lubarsky's Gesetz der kybernetischen Insektenkunde:
    Da gibt es immer einen “bug" mehr.

    Miksch's Law:
    Wenn ein Programm einen Anfang hat, so hat es auch ein Ende.

    Shaw's Prinzip:
    Entwickle ein System, das narrensicher ist, und nur ein Narr
    wird es benutzen wollen.

    IBM's Arbeitsprinzip:
    Maschinen sollen arbeiten; Menschen sollen denken.

     

    Murphy’s Gesetze (21)

    Regel über die Perversion der Natur:
    Man kann nicht erfolgreich vorausbestimmen, auf welche
    Seite des Brotes die Butter kommt.

    Gesetz der selektiven Schwerkraft:
    Ein Ding fällt so zu Boden, daß es den größtmöglichen
    Schaden anrichtet.

    Jenning's Folgerung:
    Die Möglichkeit, daß ein Marmeladenbrot mit der Marmela-
    denseite nach unten auf den Boden fällt, ist direkt proportional
    zu den Kosten des Teppichs.

    Klipstein's Folgerung:
    Die empfindlichsten Bauelemente werden zuerst herunterfallen.

     

    Murphy’s Gesetze (22)

    Anthony's Werkstattgesetz:
    Jedes herunterfallende Werkzeug rollt mit Sicherheit in die
    hinterste, dunkelste Ecke der Werkstatt.

    Zusatz:
    Auf dem Weg in diese Ecke trifft es auf jeden Fall erst einmal den großen Zeh.

    Paul's Gesetz:
    Man kann nicht vom Boden fallen.

    Johnson's erstes Gesetz:
    Wenn eine mechanische Vorrichtung ausfällt, dann passiert
    das gerade im unangenehmsten Augenblick.

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