Ein Platz mit Europafeeling
BRUCHSAL: Aus der Peter-Strasser-Anlage wird der Europaplatz/
Kunst und Unterhaltung sind Programm
von mitarbeiterin daniela werner
Ein Europaplatz im Europawahljahr - Bruchsal macht sich mit der Umgestaltung und Umbenennung der Peter-Strasser-Anlage ein großes Geschenk. Künstlerisch gestaltete Steinsäulen - sie tragen jeweils die Handschrift eines europäischen Künstlers und sind jeweils einer Bruchsaler Partnerstadt gewidmet 7 Bäume, Wasserspiele, ein Pavillon mit Terrasse und Bänke versprechen einen unverwechselbaren Platz mit Europafeeling.
Nunmehr überzeugt vom künstlerischen - und baulichen Konzept gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit lediglich drei Enthaltungen „Grünes Licht" für das Vorhaben. Die schon lange vom Investor erhoffte Entscheidung zugunsten des Europaplatzes gipfelt nun auch in die von ihm von Anfang an bevorzugte gestalterische Lösung. So werden die steinernen Europabotschafter nun über den gesamten Platz verteilt. Man würde sonst dem künstlerischen Anspruch der Künstler nicht gerecht, hieß es im Gremium. Aufgewertet an Bedeutung und an Ausstrahlung wird der Platz durch eine Art „Skulpturengarten". Angelehnt an die sechs Partnerstädte gliedern sechs Pflasterbände den Platz. Fahnen des Landes oder der Partnerkommune vervollständigen den Kunstreigen. Das jeweilige Kunstwerk wird so angeordnet, dass der Fußgänger zwischen den Plastiken wie durch einen Garten hindurchgehen kann. Über den Standort der einzelnen Skulpturen, darunter die steinerne „Bruchsalia" von Professor Lewan Mcheidse, wird vor Ort entschieden. Bodenplatten und Beleuchtungskörper setzen die Kunstwerke ins rechte Licht.
Parkraum wird es weiter entlang der AOK geben. Alternativen zu den wegfallenden Stellplätzen gibt es keine. Im Gespräch ist die Ausweisung von Parkraum auf dem Gelände der Deutschen Bahn. Aber konkrete Konzepte liegen noch nicht vor. „Wir steigen jetzt in die Detailplanung ein", kommentiert Andreas Gehard die Ratsentscheidung. Als Investor will er so schnell wie möglich mit der Umgestaltung des Platzes beginnen. Fünf Bäume, ein Pavillon mit großer Terrasse, ein ebenerdiges Wasserspiel, die Steinskulpturen sollen das Konglomerat von Cineplex und La Cubanita ergänzen. „Trotz der großflächigen Kunst bleibt noch genügend Platz für Veranstaltungen", betont Gehard. Zeiträume will der Investor keine nennen. Man sei noch in der Planung, betonte Gehard. Seitens der Stadt wurde die offizielle Eröffnung des Platzes auf den 9. Mai datiert.
Jenseits aller Planungen sind dagegen die steinernen Abgesandten aus den Partnerstädten. Die aus Anröcher Dolomit gefertigten „Steine der Partnerschaft" stehen bereits so gut wie fertig in der Werkstatt des Bruchsaler Steinmetzbetriebes Wilhelm. Allein der symbolische Stein der italienischen Stadt Volterra ist noch unbearbeitet.
Professor Lewan Mcheidse - bei ihm liefen die künstlerischen Fäden des Kunstsymposiums zusammen -will seiner Figur in den nächsten Tagen noch den künstlerischen letzten Schliff verleihen. Schon jetzt aber lässt die steinerne „Bruchsalia" - zu sehen ist sie unter anderem an den Deckenfresken im Bruchsaler Schloss - erahnen, das Bruchsal einen Europaplatz bekommen wird, der sich mit dem in der benachbarten Fächerstadt in punkto Kunst und Gestaltung sicher messen kann.
Wochenblatt 4.Febr. 2009
Europaplatz
„Steine der Partnerschaft"
Sechster und letzter Stein der Partnerschaft
Eine Liebeserklärung aus Alabaster
Bruchsal(pa). Leben soll der Stein, eine Ausstrahlung soll er haben. Für die Betrachter soll er mehr sein als einfach nur ein Stein, sagt Roberto Bianchi aus dem italienischen Volterra. Und so legt der Steinmetz mit dem neckischen Pferdeschwanz ganz besonders viel Gefühl in seinen Stein der Partnerschaft, der den Europaplatz zieren wird. Es ist die sechste und letzte noch fehlende Skulptur. Mit ihrer Vollendung sind nun alle Steine der Partnerschaft, geschaffen von Künstlern der Bruchsaler Partnerstädte Ste. Menehould, Ste-Marie-aux-Mines, Cwmbran, Gornja Radgona sowie aus Bruchsal selbst.
Der Stein aus Volterras soll dem Betrachter etwas geben. Deshalb hat sich Roberto Bianchi etwas ganz Besonderes ausgedacht und für sein Kunstwerk drei Herzen aus Alabaster geschliffen. Alabaster - der Stein Volterras; dessen Farbigkeit und Transparenz ihn so unvergleichlich machen. Auf drei Seiten passt Bianchi die verschiedenfarbenen Herzen in den Stein ein. Eine Symbiose, die die Partnerschaft zwischen Bruchsal und Volterra betont - deutscher Stein, italienischer - pardon - volterraner Alabaster. Mehr noch: Die Herzen verwandeln Bianchis Skulptur in eine Liebeserklärung, wie er sagt. Freilich, im italienischen Originalton schwingt die pralle Leidenschaft viel intensiver durch: „Dichiarzione naturale d' amore". Doch damit nicht genug: Im Inneren des Steins, gehauen übrigens aus Anröchter Dolomit, wie die anderen Steine der Partnerschaft auch, hat Bianchi eine Leuchtquelle eingebaut, die sowohl den alabasternen Sockel als auch die Alabaster-Herzen zum Strahlen bringt. Per Bewegungsmelder leuchtet immer gerade das Herz, auf das sich jemand zu bewegt. Schließlich soll das Kunstwerk nicht nur zum Betrachten sein. Vielmehr sollen die Menschen auf den Stein zugehen, ihn berühren, seine verschiedenen Strukturen ertasten, die Bianchi ihm gegeben hat und sie spüren. Das macht den Stein lebendig, macht ihn zu einem lebendigen „Monument der Liebe", schwärmt Bianchi und seine ebenso lebendigen Augen leuchten. Lebendig auch, weil der Künstler die vierte Seite fast unbearbeitet gelassen hat. Während oben auf der Seite zwei Herzen ineinander verschmelzen und „Dichiarzione naturale d' amore" darunter geschrieben steht (übrigens von Bianchis Freundin aus Finnland), ist darunter viel, viel Platz geblieben. „Dort sollen sich alle Paare mit Sprüchen oder Wünschen verewigen", sagt der Volterraner. Ganz so wie man es aus dem Hause der Julia in Verona kennt.
Amtsblatt Bruchsal 9.4.2009
Sesto e ultimo pietra di gemellaggio
Una dichiarazione d’amore d’alabastro
Bruchsal. La pietra deve vivere, deve avere luminosità. Per chi la osserva deve essere più che una semplice pietra, dice Roberto Bianchi lo scultore con la coda di cavallo della città italiana di Volterra, mette molto sentimento nella sua pietra di gemellaggio, che ornerà la piazza d’Europa. È la sesta e ultima scultura ancora mancate. Con la sua compleamento ora tutte le pietre di gemellaggio saranno pronte, realizzate da artisti delle città gemellate con Bruchsal, St. Ménehould, Ste-Marie-aux-Mines, Cwmbram, Gornja Radgorna come anche da Bruchsal stessa.
La pietra di Volterra deve dare qualcosa all’osservatore. Perciò Roberto
Bianchi ha ideato qualcosa da molto particolare e per la sua opera ha portato con se tre cuori d’alabastro. L’alabastro – la pietra volteranna, il cui colore e trasparenza rendono così unica. Su tre lati Bianchi adatta i
cuori di diversi colori nella pietra. Una simbiosi, che accentua il gemellaggio tra Bruchsal e Volterra – pietra tedesca, alabastro italiano – o meglio – volterrana. Ancora di più i cuori trasformano lo scultura di Bianchi
in una dichiarazione d’amore, come dice lui. Naturalmente, nel tono originale italiano la grande passione vibra più intensamente: “Dichiarazione naturale d’amore” Ma questo non è abbastanza. All’interno della pietra,
ricavato dalla zona di Anröchte nelle dolomiti, come anche le altre pietre di gemellaggio, Bianchi ha montato un lume, che lasciar risplendere lo zoccolo d’alabastro, come anche i cuori d’alabastro. Grazie a dei sensori
il cuore verso il quale qualcuno si muove risplende sempre. Infine l’opera non dovrebbe essere solo da guardare. Anzi la gente dovrebbe annunciarsi alla pietra, toccarla, sentire le partacolarità, che Bianchi le ha dato.
Questo rende la pietra vivace, la trasforma in un “monumento d’amore”, dice Bianchi e i suoi occhi, altrettanto vivaci, splendono.
Vivace anche, perché l’artista ha lasciato il
quarto lato quasi non lavorato. Mentre nella parte superiore due cuori si fondano insieme e al di sotto sta scritto “dichiarazione naturale d’amore” (tra l’altro fatto dalla fidanziata di Bianchi della Finlandia), è
restato sotto molto, molto spazio. “Li tutte le coppie devono entrare nell’eternità con parole o auguri”, dice il volterrano. Proprio come lo si conosce della casa della Giulietta a Verona.
DAS „MONUMENT DER LIEBE" entsteht: Roberto Bianchi (links) und Guiliano Mannucci bearbeiten den sechsten
und letzten Bruchsaler „Stein der Partnerschaft" für Volterra.
(Foto nach einer Woche Arbeit der beiden Künstler - Arbeitsunterbrechung durch Besuch von Mitgliedern des
Freundeskreises Volterra, bei dem die beiden privat mit Familienanschluss untergebracht waren.)
Eine Liebeserklärung aus Alabaster
Sechster und letzter „Stein der Partnerschaft" für den Europaplatz in Arbeit
Bruchsal (BNN/pa). Leben soll der Stein. Eine Ausstrahlung soll er haben. Für die Betrachter soll er mehr sein als einfach nur ein Stein, sagt der Künstler Roberto Bianchi aus dem italienischen Volterra. Und so legt der Steinmetz mit dem neckischen Pferdeschwanz ganz besonders viel Gefühl in seinen „Stein der Partnerschaft", der den Europaplatz zieren wird. Es ist die sechste und letzte noch fehlende Skulptur. Mit ihrer Vollendung sind nun alle Steine der Partnerschaft, geschaffen von Künstlern der Bruchsaler Partnerstädte Ste. Menehould, Ste-Marie-aux-Mines, Gwmbran, Gornja Radgona sowie aus Bruchsal selbst. Der Stein aus Volterra soll dem Betrachter etwas geben. Deshalb hat sich Bianchi etwas ganz Besonderes ausgedacht und für sein Kunstwerk drei Herzen aus Alabaster geschliffen. Alabaster - der Stein Volterras, dessen Farbigkeit und Transparenz ihn so unvergleichlich machen. Auf drei Seiten passt Bianchi die Herzen in den Stein ein.
Eine Symbiose, die die Partnerschaft zwischen Bruchsal und Volterarra betont - deutscher Stein, italienischer - pardon - volterraner Alabaster. Mehr noch: Die Herzen verwandeln Bianchis Skulptur in eine Liebeserklärung, wie er sagt. Freilich, im italienischen Originalton schwingt die pralle Leidenschaft viel intensiver durch: „Dichiarzione naturale d' amore".
Doch damit nicht genug: Im Inneren des
Steins, gehauen übrigens aus Anröchter Dolomit wie die anderen Steine der Partnerschaft auch, hat Bianchi eine Leuchtquelle eingebaut, die sowohl den alabasternen Sockel als auch die Alabaster-Herzen zum Strahlen bringt. Per
Bewegungsmelder leuchtet immer gerade das Herz, auf das sich jemand zu bewegt. Schließlich soll das Kunstwerk nicht nur zum Betrachten sein. Vielmehr sollen die Menschen auf den Stein zugehen, ihn berühren, seine verschiedenen Strukturen
ertasten, die Bianchi ihm gegeben hat. Das macht den Stein lebendig, macht ihn zu einem lebendigen „Monument der Liebe", schwärmt Bianchi und seine ebenso lebendigen Augen leuchten. Lebendig auch,
weil der Künstler die vierte Seite fast unbearbeitet gelassen hat. Oben auf der Seite des Kunstwerks verschmelzen zwei steinerne Herzen ineinander.
„Dichiarzione naturale d' amore" steht darunter geschrieben (übrigens von Bianchis Freundin aus Finnland). Unter der „Liebeserklärung" ist noch viel, viel Platz geblieben. „Dort sollen sich alle Paare mit Sprüchen oder Wünschen verewigen", sagt der Volterraner.
Ganz so wie es Italienreisende aus dem Hause der Julia in der Stadt Verona kennen.
BNN 8.4.2009
Freundeskreis Volterra
Volterraner Künstler in Bruchsal
Von Künstlern aus den Bruchsaler Partnerstädten wurden in den vergangenen Monaten Stelen für die Neugestaltung
des Europaplatzes geschaffen. Die jüngste Partnerschaft besteht mit der toskanischen Stadt Volterra. Dieser Freundschaftspakt wurde am 7. Dezember 2008 in Heidelsheim unterzeichnet. Jetzt weilten die beiden Bildhauer
Guiliano Mannucci und Roberto Bianchi zwei Wochen in Bruchsal. Aus einem massiven Stein schufen sie in der Werkstatt der Firma Wilhelm ein Kunstwerk zur Völkerverständigung. Sie gaben dem Stein den Namen „Dichiarzione
naturale d'amore" - Monument der Liebe. Dabei stellten sie die freundschaftliche Verbindung zwischen den beiden Städten symbolisch dar, durch die Bearbeitung eines Steinblocks aus Deutschland und eingearbeitetem Alabaster
aus Volterra.
Betreut wurden die Gäste aus Italien vom Freundeskreis Volterra. In dieser Zeit bot sich auch die Gelegenheit zu einem künstlerischen Gedankenaustausch mit dem Bildhauer und Maler David Mcheidse aus Heidelsheim. Durch
das Zusammentreffen der Künstler sind auch in diesem kulturellen Bereich weitere freundschaftliche Beziehungen entstanden. Ende Mai wird sich eine Gruppe von ca. 150 Bürgern auf den Weg machen, um am 1. Juni auch in
Volterra den Freundschaftsvertrag zu unterzeichnen. Sicherlich wird man auch dort den beiden Künstlern begegnen.
Amtsblatt 16.4.2009